Prozessor
Der Prozessor befindet sich in jedem Rechner und wird meist mit dem Kürzel CPU abgekürzt. Ohne einen Prozessor wäre der Computer herzlos und könnte nicht funktionieren. Montiert wird der Prozessor auf dem Mainboard auf einem Sockel oder an einem Slot angesteckt. Damit der Prozessor sich nicht zu stark erhitzt, befindet sich zudem ein Lüfter in der Nähe. Der Prozessor ist ein System, das ständig Befehle abarbeitet. Doch auch nicht geplante Ereignisse, wie eine Unterbrechung, werden an den Prozessor gesandt. Dieser unterbricht dann die Abwicklung von Befehlen. Bevor der Prozessor sich dem Ereignis zuwendet, werden die gespeicherten Befehle auf die Stack geschrieben und dann wendet sich der Prozessor dem Problem zu und folgt hierbei einer gespeicherten Befehlsfolge. Sobald das Ereignis behoben ist, wendet sich der Prozessor wieder der alten Aufgabe zu. Ist einmal nichts zu tun, dann schaltet sich der Prozessor in den Wait-Zyklus. Er ist vor allem sehr stromsparend.

Eine Erwärmung des Prozessors während der Nutzung geschieht immer, denn das liegt zum einen an den besonders kurzen Leitungen. Eine langsame Ausbreitung des Stroms findet hier nicht statt und so kommt es zu einer Erwärmung. Zum anderen geht durch die kurzen Kabel nur wenig Energie verloren, was bewirkt, dass das Niveau der Energie im Prozessor überall gleich ist. Des weiteren kommt eine starke Erhitzung zustande, da die Kabel dicht beieinander liegen und so sich die Wärme verstärkt.
Es gibt bei dem Hardware Prozessor zwei Arten. So wird zwischen dem RISC und dem CISC unterschieden. Der RISC wird meist nur in Großrechenanlagen verwendet, da er schnell und effizient arbeitet, jedoch nur einen reduzierten, einfachen Befehlssatz besitzt.
Für den heimischen PC ist der CISC Prozessor optimal. Diese Hardware verfügt über einen erweiterten Befehlssatz und ist so für die Bedürfnisse der Anwender am heimischen Computer ausgerüstet. Sieht man sich die interne Struktur eines Prozessors genauer an, dann wird man feststellen, dass jeder Prozessor gleich aufgebaut ist. Die vier wichtigsten Bestandteile eines Prozessors sind die Befehlszähleinrichtung und Adressregister, die Ablaufssteuerung, das Befehlsregister mit Befehlsdecoder und als viertes das Rechenwerk. Die ersten drei genannten Elemente werden dem Steuerwerk zugeordnet. Diese sind dafür zuständig, dass die Daten vom Arbeitsspeicher geholt und auch zur Verfügung gestellt werden. Zudem können sie Befehle erkennen und ausführen. Die letzte Komponente, das Rechenwerk oder auch ALU, ist die Arithmetische und Logische Einheit und wird dem Statusregister zugeordnet.
Der wohl bekannteste Prozessor ist der von der Firma Intel. Diese Firma besitzt ca. 85 Prozent des Marktanteils und besteht seit 1971. Viele Computer laufen mit den Intel Prozessoren, doch gibt es auch noch andere Hersteller, die sich anderen Entwicklern gewidmet haben, wie AMD und Cyrix. Die Entwicklung der Prozessoren wird immer wieder erweitert. Sie werden schneller, leistungsfähiger und sind teilweise so konzipiert, dass sie immer mehr Befehle ausführen und bearbeiten können. Für einen Laien ist es nicht unbedingt wichtig zu wissen, welcher Prozessor in seinem Rechner eingebaut ist. Ein guter Prozessor sorgt dafür, dass die Programme laufen und auch neuere Systeme eingespeist werden können. Auf Wunsch kann man seinen Rechner mit einem neuen Prozessor aufrüsten.