VDSL

Hochgeschwindigkeit für Internet-Surfer

Schnell, schneller, VDSL. Mit den Highspeed DSL Anschlüssen ist man im Internet in ungeahnter Geschwindigkeit unterwegs. Langes Warten auf den Seitenaufbau? Lange Ladezeiten von Online-Videos? Das gehört der Vergangenheit an. Der Name ist Programm: VDSL steht für Very Highspeed Digital Subscriber Line – also die schnellsten Leitungen unter den schnellen Leitungen. Mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit als ADSL, heute noch DSL Standard in vielen Regionen, wird das Surfen im weltweiten Netz zum verzögerungslosen Vergnügen.

VDSL – basierend auf ADSL werden Spitzen-Geschwindigkeiten erreicht

VDSL basiert auf ADSL, sodass auch hier der Datenverkehr auf drei verschiedenen Kanälen stattfindet: Einem Downstream-Kanal, einem Upstream-Kanal und einem Kanal, der das zeitgleiche Telefonieren über ISDN oder einem analogen Telefonanschluss ermöglicht. Darin liegt der Unterschied zum synchronen DSL Standard SDSL. Die Internet- und Telefondaten kommen sich nicht in die Quere, da die VDSL Daten auf einer höheren Frequenz übertragen werden; in diesem Frequenzbereich sind keine ISDN Daten mehr unterwegs, die den Datenverkehr einschränken oder stören könnten.

VDSL – Spitze auch in der Upload-Geschwindigkeit

Erreicht werden mit VDSL Spitzengeschwindigkeiten von 52 Megabytes pro Sekunde im Downstream – also in dem Kanal, der Daten aus dem Internet herunterlädt und auf den heimischen Rechner spielt. Im Upstream, also dem Kanal, über den man Daten ans Internet sendet, werden immerhin noch bis zu zehn Megabyte pro Sekunde erreicht. Das bedeutet, dass im Downstream bis zu 5.200.000 Zeichen pro Sekunde heruntergeladen werden. Die tatsächlichen Geschwindigkeiten variieren von Anbieter zu Anbieter, dem Verbraucher bieten sich aber deutliche Vorteile im Vergleich zum herkömmlichen DSL. Damit ist man heute mit höchsten 16 Megabytes pro Sekunde im Internet unterwegs, also wesentlich langsamer. Zwar sind auch 16 Megabytes pro Sekunde schon eine beeindruckende Geschwindigkeit; aber gerade Unternehmen, Vielsurfer und Personen, die häufig auch Daten hochladen, profitieren von den schnelleren Leitungen. VDSL eignet sich durch seine hohen Geschwindigkeiten aber nicht nur für das Surfen im Internet, sondern bringt auch digitale TV Bilder in HDTV auf den Bildschirm.

VDSL: Benötigte Hardware Komponenten

Um VDSL nutzen zu können, werden verschiedene Hardware Komponenten benötigt. Dazu gehört zum einen ein Splitter, der das Telefon- vom DSL Signal trennt. Ein VDLS fähiger Router ermöglicht dann für einen Rechner oder ein ganzes Netzwerk den Zugang zum Internet. Wer kein Telefon über den gleichen Anschluss nutzen möchte, kommt auch mit einem VDSL Modem aus.

VDSL Netz ist noch ausbaufähig

VDSL bietet viele Vorteile, ist aber noch nicht in allen Gebieten in Deutschland verfügbar. Gerade in ländlichen Gebieten schreitet der Ausbau noch voran, sodass man hier mit den weniger schnellen ADSL Zugängen oder UMTS Verbindungen vorlieb nehmen muss. In 53 Städten hat man mittlerweile Zugriff auf die ultraschnellen Verbindungen – damit kommen theoretisch immerhin ein Drittel aller Haushalte in den Genuss der schnellen Internetverbindung. Die Telekommunikationsunternehmen planen aber, hier in naher Zukunft Abhilfe zu schaffen und alle Gebiete an das VDSL Netz anzubinden.

Die Preise für einen VDSL Anschluss sind etwas höher als die Kosten für einen ADSL Anschluss, bieten dafür aber auch mehr Leistung. Die meisten Anbieter kombinieren die VDSL Flatrate mit einer Telefon Flatrate, was die monatlichen Kosten übersichtlich hält.