SSD

Bei SSD handelt es sich um eine Komponente der Hardware für einen PC. Die Abkürzung SSD steht für Solid-State-Drive. Gemeint sind Festplatten, die als externe Speichermedien genutzt werden können. Die Hardware dient zur Speicherung und Übertragung von Daten, genauso wie IDE, SATA und SCSI. Die Markteinführung dieser Festplatten war im Jahre 1978 durch das Unternehmen StorageTek. Entwickelt wurde diese Möglichkeit für eine externe Datensicherung von der Firma Samsung. Dieses Speichermedium verfügt mit 2 Terabytes über eine sehr hohe Speicherkapazität. Diese Hardware enthält keine beweglichen Teile, da lediglich Halbleiterspeicherbausteine verwendet werden.

Ein Vorteil des Solid-State-Drive ist seine robuste Mechanik. Ebenso sind die Zugriffszeiten sehr gering. Auch der Energiebedarf ist niedrig. Außerdem entwickelt das Gerät keine störenden Geräusche, wenn es in Betrieb genommen wird. Der einzige Nachteil, den SSD mit sich bringt, ist sein Preis. Im Gegensatz zu Festplatten mit gleicher Kapazität, muss man deutlich mehr investieren.

Zur Herstellung dieser externen Speichermedien, werden zwei verschiedene Arten von Speicherchips verwendet. Es wird in die flashbasierten Chips und in die SDRAMs unterteilt. Flash-Speicher arbeiten sehr energieeffizient und können unabhängig vom Strom genutzt werden. Hersteller geben an, dass der Inhalt bis zu zehn Jahren beibehalten werden kann. Bei konventionellen Speichermedien dieser Art, lässt die Magnetisierung im Laufe der Jahre nach, weshalb eine so lange Speicherung nicht garantiert ist. Die zweite Variante, die SDRAM-Chips hingegen, verbrauchen deutlich mehr Energie, als konventionelle Datenspeicher. Der Vorteil von SDRAMs ist jedoch, dass eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden kann. Sie wurden nach ihrer Markteinführung Mitte der 1990er Jahre in Servern, auf denen zum Beispiel Journale von Datenbankservern abgelegt wurden, eingesetzt.

Die Realisierung von SDRAM-Chips für SSD, kann unterschiedlich erfolgen. Sie sind als Steckkarten oder als Geräte, die über eine emulierte Festplattenschnittstelle verfügen, erhältlich. Sie werden entweder mit einer Sicherungsbatterie oder durch einen eigenen Stromanschluss betrieben. Gegenüber den flashbasierten Speicherchips sind SDRAMs bis zu 80-mal schneller. Ebenso gestaltet sich das Wiederauffinden der abgespeicherten Daten in einer geringeren Zeit. Flashbasierte Speicherchips sind nur auf eine gewisse Anzahl Schreibzyklen begrenzt. Dies bedeutet, dass sie nur 100000- bis 5000000-mal beschrieben werden können. SSD, die mit einer SDRAM-Speichertechnik ausgestattet sind, lassen sich beliebig oft wieder beschreiben.

Die vorhandene Begrenzung für flashbasierte Speicherchips, gilt allerdings nur bezüglich der Beschreibbarkeit. Gelesen werden können die Daten ebenfalls unbegrenzt. Weiterhin bezieht sich die Begrenzung auch nur auf eine einzelne Flashzelle. Funktioniert diese durch einen Verschleiß nicht mehr, wird sie automatisch durch eine von einer der rund zehn Prozent Reservezellen ersetzt.

SSD lässt sich immer mit einer konventionellen Festplatte kombinieren. Viele Hersteller bieten diese Möglichkeit bereits. So sieht man beispielsweise im Falle eines Stromausfalls ein Abbild der konventionellen Festplatte auf dem Solid-State-Drive. Ebenso ist in herkömmliche Festplatten häufig ein flashbasierter beziehungsweise SDRAM-Chip als Zwischenspeicher integriert. SSD wird häufig mobil eingesetzt. Dies hängt damit zusammen, dass die Geräte einerseits über eine hohe Temperaturtoleranz und andererseits über eine hohe Stoßfestigkeit verfügen. Flashbasierte SSDs werden häufig in MP3 Playern, sowie in USB Sticks eingesetzt. Wird SSD stationär genutzt, finden eher SDRAM-Speicherchips Anwendung. Diese werden für die Realisierung laufwerkslastiger Anwendungen, wie Datenbanken benötigt.