IDE
Die Abkürzung IDE steht für Integrative Drive Elektronics. Es handelt sich um eine Festplattenschnittstelle. Die Steuerungselektronik dieser Festplatten ist in das Gehäuse integriert. Die Speicherkapazität der Festplatten ist auf maximal 508 Megabytes beschränkt. Mit einem entsprechenden Treiber, hat man jedoch die Möglichkeit größere externe Festplatten anzusprechen. Die Festplatten können genauso wie die Geräte, SSD, SCSI und SATA zur Sicherung und Übertragung von Daten genutzt werden.

Um schneller zu arbeiten, werden IDE Festplatten mit einem Cache ausgestattet. Mit diesem Cache lassen sich Übertragungsgeschwindigkeiten von 3,33 Megabytes pro Sekunde erreichen. Ohne einen integrierten Cache, beträgt die Übertragungsgeschwindigkeit lediglich 2 Megabytes pro Sekunde. Die Verbindung zwischen externen Festplatten und dem Computer, erfolgt über eine Schnittstelle, die nach dem sogenannten ATA-Standard definiert ist. ATA, manchmal auch ATAPI steht für Advanced Technology Attachment with Packet Interface. Dieser Standard definiert die Datenübertragung zwischen einem Speichermedium und dem PC. IDE ermöglichte bei seiner Entwicklung in den 1980er Jahren einen Datentransfer ohne externe Controller. Bei IDE Festplatten war der Controller bereits integriert. Dies sparte vor allem Platz und Kosten.
Über integrierte IDE Controller, können mehrere externe Speichermedien gleichzeitig betrieben werden. Die integrierten Controller waren anfangs nur für einzelne Laufwerke oder Festplatten geeignet. Inzwischen sind sie aber auf der Hauptplatine des Computers integriert und so kompatibel zu verschiedenen Gerätetypen. Um die Verbindung zwischen einer externen Festplatte und dem Motherboard des PCs über die IDE-Schnittstelle zu ermöglichen, wird ein 40-poliges Kabel eingesetzt. Der Anschluss dieses Kabels bedarf keinerlei Fachwissen. Die Spezifikationen für die Übertragung von einem gerät zum Anderen, wurden in den letzten 20 Jahren stetig weiter entwickelt.
Die Entwicklung dieser Schnittstelle wurde notwendig, da bei der Markteinführung externer Speichermedien, Probleme bei der Ansteuerung auftraten. Früher wurde die externe Festplatte über eine Elektronik, die direkt im Motherboard des Computers integriert war, angesteuert. Da die Steuerelektronik der Computer und die externen Speichermedien nicht zusammen passten, wurde die Steuerelektronik zu Beginn der 1980er Jahre direkt auf der festplatte eingebaut. Dies führte zu Erleichterungen bei der Datenübertragung. Die Übertragungswege zwischen den einzelnen Signalen wurden kürzer. Ein anfänglicher Nachteil der Datenübertragung über die IDE-Schnittstelle war, dass die Daten nacheinander über die Datenleitungen zur Festplatte transportiert wurden.
Die Ansteuerung der IDE Festplatten erfolgt über einen Kanal. Über diesen lassen sich zwei Festplatten gleichzeitig ansteuern. Sie müssen vorher als Master und als Slave definiert werden. Die Festplatte, die als Master definiert wurde, ist diejenige, die über die höhere Übertragungsgeschwindigkeit verfügt. Soll eine Verbindung zur externen Festplatte aufgebaut werden, wird die Master Festplatte als erstes angesteuert. Durch die Weiterentwicklung des ATA-Standards, konnte die Datenübertragung nun gleichzeitig und nicht mehr nacheinander erfolgen. Auch die Zugriffsgeschwindigkeit auf die externen Speichermedien erhöhte sich.
IDE Festplatten sind im Internet und in Computerfachgeschäften zu erwerben. Je nachdem, wie hoch die Speicherkapazität auf der Festplatte ist, unterscheiden sich auch die Preise voneinander. Speichermedien, die über ein höheres Speichervolumen verfügen, kosten häufig ein wenig mehr. Experten weisen daraufhin, dass ein Dauerbetrieb von IDEs nicht gut für die Geräte sei. Sie sind für einen dauerhaften Betrieb nicht entwickelt. Da IDEs preiswerter sind, als andere Modelle mit gleicher Speicherkapazität, werden sie häufig auf Servern eingesetzt.