Joystick

Wer vor gut zwanzig Jahren einen Computer besaß, der war auch gleichzeitig im Besitz von einem Joystick. Vor allem, wenn es in dem Haushalt auch Kinder gab. Der Joystick gehörte dazu, genauso wie die Tastatur oder heutzutage das Gamepad zur Playstation. Vor allem bei Kindern erfreute sich der Joystick größter Beliebtheit.

Zum einen lag es sicherlich daran, dass diese Eingabegeräte das Spielen von Games zu einer schönen Abwechslung machten. Zum anderen hatte der Joystick auch immer ein unterschiedliches Design. Es gab Modelle, die komplett in schwarz gehalten waren. Andere Geräte wiederum glänzten in hellen Farben, die jedem Regenbogen Konkurrenz gemacht hätten.

Games wie Autorennen wurden somit zu einem echten Schlager, denn aufgeweckte Hersteller entwickelten parallel dazu, Eingabegeräte, die aussahen wie ein Lenkrad. Dadurch wurde so manche Rennfahrer-Simulation zu einem echten Erlebnis. Dem Lenkrad sei dank. Sicherlich kann man Games auch mit einer Tastatur, einem Gamepad oder einer Maus spielen. Allerdings vermittelt ein Lenkrad doch ein anderes Gefühl beim Spielen.

Solche Eingabegeräte haben aber nicht immer etwas mit Spiel, Spaß und Sport zu tun. Auch auf anderen Ebenen kommen sie zum Einsatz. Hierbei sei nur an den, dem Joystick sehr ähnlichen Steuerknüppel in einem Helikopter erinnert. So etwas hat natürlich nichts mehr mit Games zu tun. Doch es zeigt, dass der Joystick fernab vom Gamepad auch im realen Arbeitsleben seine Wichtigkeit hat.

Generell sind Eingabegeräte mit einem hohen Nutzwert ausgestattet. Ganz unabhängig davon, ob es sich um eine Tastatur handelt oder um ein Gamepad. Da macht auch der Joystick keine Ausnahme, obwohl dessen “Blütezeit” schon vorbei ist. Zu sehr sind die Tastatur und das Gamepad in den letzten Jahren in den Vordergrund gerückt.

Schließlich ist der Kauf eines solchen Gerätes ein “billiges” Vergnügen. Schon für gut zehn Euro kann man sich einen Joystick zulegen. Das ist nicht gerade viel Geld, wenn man einmal bedenkt, dass jene Geräte vor Jahren noch deutlich teurer waren.

Keine Frage, an finanziellen Dingen scheiden sich ja bekanntlich in vielen Fällen die Geister. Und wem zehn Euro immer noch zu teuer erscheinen, der kann schlussendlich immer noch auf seine Tastatur zurückgreifen. Nostalgiker, werden allerdings eher zehn Euro investieren, um wieder in den Besitz von einem Joystick zu gelangen. Schließlich sagt ein altes Sprichwort, dass man die Helden seiner Kindheit nicht verraten solle. Und wer als kleiner Steppke viele Stunden vor dem PC verbracht hat, und dank der Mithilfe diverser Eingabegeräte Autorennen, Weltmeisterschaften, und Olympische Medaillen gewonnen hat, für den ist das mehr als nur ein Gerät.

Es ist zugleich auch eine schöne Erinnerung. Mit der man viel verbindet. Das mag in Bezug auf Eingabegeräte vielleicht hochtrabend klingen. Doch so soll es auf keinen Fall herüberkommen. Doch nicht wenige Menschen, die ihre Kindheit in den 80er Jahren und in den 90er Jahren verbracht haben, können mit diesem Gerät viel anfangen. Und schon der Anblick der alten Geräte, führt automatisch im Kopf zu einer Art Zeitreise, die meistens mit angenehmen Erinnerungen verbunden ist.