Farbbänder
In früheren Zeiten waren Farbbänder unabkömmlich und wurden hauptsächlich in Impact-Druckern, Rechenmaschinen mit Druckwerk und Schreibmaschinen eingesetzt. Im Zeitalter der Technologisierung wurden Farbbänder inzwischen von PC-Systemen mit Tintenstrahl- und Laserdrucker abgelöst. Nur die heutigen Faxgeräte verwenden zum Teil noch Farbbänder, die mit dem Farbband von damals allerdings weniger zu tun haben. Einzig die Bezeichnung ist dieselbe geblieben. Im Drucker werden heute nur noch Tintenstrahlsysteme und Toner verwendet, um die Tinte aufs Papier zu bringen.

Farbbänder blicken auf eine lange Geschichte zurück. So wurde bereits 1855 die erste Schreibmaschine mit Farbband vom Italiener Giuseppe Ravizza konstruiert. Danach wurden auch die Maschinen anderer Hersteller wie Remington, Malling-Hansen mit Farbbändern ausgestattet, um die Schrift auf dem Papier sichtbar zu machen.
Farbbänder werden zum größten Teil offen zwischen zwei einzelnen Spulen oder in einer Kassetteneinheit montiert. Sind die Farbbänder offen montiert, muss nur eine einzelne mit einem neuen Farbband gefüllte Spule nachgekauft und der Anfang des neuen Farbbandes in die leere Spule eingehakt werden. Ist dies geschehen, muss danach das Farbband vorsichtig und korrekt in die mechanischen Führungsprofile eingefädelt werden. Dann wird am Ende des Farbbandes ein automatischer Richtungswechsel geschaltet, wodurch das Farbband in die Gegenrichtung läuft. Da es nur sehr wenige Spulengrößen gibt, werden fast noch alle Maschinen mit Verbrauchsmaterial unterstützt.
Dieser umständliche Austausch der Farbbänder wurde vom einfachen Handgriff beim Austausch von Toner und Druckerpatronen beim Drucker ersetzt, wodurch unheimlich viel Zeit bei der Wartung der Drucker gespart wird.
Bei moderneren Maschinen werden Farbbandkassetten verwendet, die bereits die benötigten Spulen enthalten und ohne manuelles Einfädeln gewechselt werden können. Sie sind in vielen Formaten erhältlich, weshalb heute nicht mehr alle Modellreihen unterstützt werden. Trotzdem sind Farbbänder durchaus noch im Handel erhältlich, da viele Drucker, die auf dem Prinzip des Nadeldrucks (Nadeldrucker) basieren, auch heute noch in Betrieb sind. Allerdings sind diese Farbbänder fast nur noch in einer Farbe erhältlich.
Während in Rechenmaschinen und Nadeldruckern noch Farbbänder für eine vollständige Zeilenlänge erhältlich sind, werden für Schreibmaschinen kompakte Kassetten verwendet.
Die Standardform der Farbbänder ist ein einfarbig getränktes Textilgewebeband, das früher aus Baumwolle und Seide bestand. Die heutigen Farbbänder bestehen heute aus Nylon. Die Tränkung der Farbbänder ist so eingestellt, dass ein Berühren des Papiers ohne Druck noch nicht zur Einfärbung des Papiers führt. Erst der Anschlag einer Taste überträgt durch den Druck den enthaltenen Farbstoff. Damit verhindert wird, dass die Tasten selbst die Farbe annehmen, sind diese Tasten verchromt. Die Kapillarwirkung gleicht den lokal auftretenden Farbmangel innerhalb kürzester Zeit wieder aus. Diese Farbbänder gibt es jedoch nicht nur in Schwarz, sondern auch in Rot. Dieser Effekt wird durch Farbbänder bewirkt, die mit Schwarz und Rot getränkt sind und die eine Trennlinie in Form einer Schweißnaht zwischen den Farben besitzt. Nadeldrucker besaßen sogar Farbbänder mit den vier Standarddruckfarben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Heutige Farb-Drucker besitzen ausnahmslos Toner oder Druckerpatronen in diesen Farben, ohne dass ein großer Aufwand betrieben werden muss. Heute sind nur noch schwarze und schwarz-rote Farbbänder im Handel erhältlich.
Später gab es dann sogar Farbbänder mit Korrekturmöglichkeiten, die die falschen Zeichen mit weißer Farbe überdeckten.
Seither hat sich die Drucktechnik extrem weiterentwickelt. Toner sind beim Drucker eine Selbstverständlichkeit und selbst Faxgeräte mit Toner sind keine Seltenheit mehr.